Gemeinsame Projekte Künstler und Behinderte

Bis 1998 die Veeh-Harfe nicht gekannt

Crescende mit der Volksmusikgruppe Georg Schiegl und der Lebenshilfe Lappersdorf

Über die klassische Zithermusik kam Georg Schiegl 1964 zur Volksmusik. 1998 von Mitarbeitern der Lebenshilfe Lappersdorf angesprochen, fand er Interesse daran, mit behinderten Menschen Musik zu machen und lernte dabei die Veeh-Harfe erst kennen.

"Kannst ned amal mit'm Schiegl red'n!", sprachen Mitarbeiter der Lebenshilfe einen ihrer Lehrerkollegen an. Und der wurde aktiv und sprach mit den bekannten Volksmusiker. "1998 kam ein Lehrer von der Lebenshilfe Lappersdorf auf mich zu." Er fragte, ob ich nicht Interesse hätte, mit behinderten Menschen etwas Musik zu machen, erzählt Georg Schiegl. Und Schiegl hatte Interesse. Er lernte die Veeh-Harfe kennen und begann mit den behinderten Menschen zu üben. Inzwischen macht er zusammen mit Musikern aus seinen Gruppen regelmäßig Musik mit den Leuten von der Lebenshilfe. Es macht Spaß und es erfüllt ihn mit Freude, dass die behinderten Menschen das Angebot so dankbar annehmen und sich dabei kindlich freuen können.

"Sie haben einiges gelernt"

Für das Künstlerprojekt "Crescende" übt Schiegl mit Mitgliedern aus dem Jugendquartett des Zitherclubs Regensburg und behindeten Erwachsenen von der Lebenshilfe schon seit Juli ganz fleißig. "Sie haben einiges gelernt", erzählt er stolz. Jetzt überlegt er nur noch, wo und wie sich die Gruppe bei der Veranstaltung am 17. Oktober im Kulturspeicher am besten platziert. Wenn das Lampenfieber auf der Bühne zu groß ist, dann bringen die nämlich sofort 40 Prozent weniger Leistung. "Und das wäre doch sehr schade!" Wir wünschen der Gruppe viel Mut, ihr Können unter Beweis zu stellen. Ein voller Saal wird sich darüber riesig freuen und neuen Auftrieb geben.

Text: Engelbert Weiß

 

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